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„Über das Gesagte hinaus“ – Beraten lernen als rekonstruktiver Professionalisierungsprozess im Studium der Sozialen Arbeit.

Journalartikel

Konvergenzen und Kontingenzen von Praxeologischer Wissenssoziologie und Humanistischer Psychologie

Schnelle Fakten

Zitat

Streblow-Poser, C. (2025). „Über das Gesagte hinaus“ – Beraten lernen als rekonstruktiver Professionalisierungsprozess im Studium der Sozialen Arbeit. PERSON, 29(2), 161–170. https://doi.org/https://doi.org/10.24989/person.v29i2.6

Abstract

Der Beitrag untersucht die Konvergenzen zwischen der Praxeologischen Wissenssoziologie mit der Doku-
mentarischen Methode (DM) und der Humanistischen Psychologie mit dem Personzentrierten Ansatz (PZA) im Kontext der Professionalisierung Sozialer Arbeit. Anhand von zwei Beratungsgesprächen aus einem Lehrforschungsprojekt wird analysiert, wie sich Orientierungsdilemmata zwischen Norm und Habitus in der Beratungssituation dokumentieren und wie diese durch personzentrierte Gesprächsführung bearbeitet werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Ansätze das implizite Wissen als bedeutsam begreifen und gegen ein expertokratisches Verständnis in der Forschungs- bzw. Beratungspraxis Position beziehen. Während die DM als Forschungsmethode die kollektive Herstellungspraxis sozialer Wirklichkeit rekonstruiert, konzentriert sich der PZA als Beratungsmethode auf das individuelle Erleben. Die Verschränkung beider Ansätze eröffnet neue Perspektiven für die Ausbildung von Beratungskompetenzen in der Sozialen Arbeit.

This article examines the convergences between Praxeological Sociology of Knowledge with the Documentary Method (DM) and Humanistic Psychology with the Person-Centred-Approach (PCA) in the context of the professionalisation of social work. Two counselling interviews from a teaching research project are used to analyse how orientation dilemmas between norm and habitus are documented in the counselling situation and how these can be dealt with through person-centred conversation. The results show that both approaches understand implicit knowledge as meaningful and take a stand against an expertocratic understanding in research and counselling practice. While the DM as a research method reconstructs the collective production practice of social reality, PCA as a counselling method focuses on individual experience. The combination of both approaches opens up new perspectives for the training of counselling skills in social work.

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