Zitat
P. Scorzin, AI and Copy-Cultures. Eine Rede zur postfotografischen Wirklichkeit in der Kunst von Achim Mohné. 2026 [Online]. Available: https://www.galeriegladbeck.de/ausstellung-5-juni-2-august-2026/
Abstract
Achim Mohné gehört zu den festen Größen der deutschen Medienkunst. Diese Einzelausstellung stellt erstmals die kameralose fotografische Bildproduktion des ausgebildeten Fotografen und Künstlers in den Fokus. Sie schlägt einen Bogen von frühen Arbeiten der 1990er-Jahre bis hin zu ästhetischen Bildkompositionen aus Performances mit Kopierern und Scannern. Viele der Werke, Fotokopien und Fotogramme, sind erstmals ausgestellt. Sie wirken wie fotografische Aufnahmen und befragen, wie elektronische und digitale Informationen in flächige Bilddarstellungen umgewandelt werden. Der Begriff der Technoimagination stammt vom Medienphilosophen Vilém Flusser (1920–1991), dem intellektuellen Pate einiger Werkserien des Künstlers. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Neuinterpretation des Grimmschen Märchens „Rotkäppchen“ („Der Wolf vom Königsforst und das Mädchen“), die mithilfe von Künstlicher Intelligenz generiert und mit Film- und Videobildern kollagiert wurde. Es entstehen eine analoge und eine virtuelle Installation, sowohl für den Innen- als auch für den Außenraum des Museums.